Last Updated on 17. Januar 2026 by Andreas Andel

Am 28. November 2025 fand beim Landessportverband für das Saarland (kurz: LSVS) ein Workshop zum Thema „Prävention sexueller Gewalt im Sport“ statt. Mit dem Bewusstsein, dass wir im Rahmen unserer umfangreichen Jugendarbeit eine große Verantwortung tragen, war es uns ein wichtiges Anliegen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Diese Aufgabe übernahm unser Jugendwart Uwe Junkes.

"Unser" Teilnehmer vor Ort:  Jugendwart Uwe Junkes (2.v.r.)
„Unser“ Teilnehmer vor Ort: Jugendwart Uwe Junkes (2.v.r.)

Im Workshop wurden sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Übungen vermittelt, die aufzeigten, welche Strategien im Verdachtsfall sinnvoll sind und wie man gemeinsam aktiv werden kann. Tritt in der Praxis ein Fall von (sexualisierter) Gewalt auf, sind die beteiligten Personen häufig verunsichert. Viele Fragen stellen sich: Wie verhalte ich mich richtig? Was muss ich beachten? An wen kann ich mich wenden? Kann ich mich möglicherweise selbst strafbar machen?


Die Schutzkonzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt (kurz: PSG) der Verbände bieten hierbei bereits eine wichtige Orientierung. Dennoch zeigt die Praxis, dass jeder Fall individuell ist und oftmals unvorhersehbare Fragen und Unsicherheiten mit sich bringt, die schnell überfordernd wirken können.

Die Einführung in das Thema übernahmen Farah Ewers und Annika Wilk. Die beiden Referentinnen aus dem Beratungszentrum Kinderschutz – SOS-Kinderdorf e.V. stellten sich und ihre Beratungsstelle vor und erläuterten die Begriffe Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung. Als Grundlage für die spätere Bearbeitung der Fälle im Planspiel erklärten sie die Bausteine eines Schutzkonzeptes und beantworteten Fragen der Teilnehmenden.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung führte Andrea Becker vom LSVS in die Grundlagen des Planspiels ein.
„Natürlich können wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit nur eine Art Planspiel im kleinen Rahmen durchführen, aber es geht vor allem darum, sich auf Situationen aus der Praxis vorzubereiten, um Handlungssicherheit zu gewinnen. Im Gegensatz zum Rollenspiel werden den einzelnen Rollen keine Merkmale zugeschrieben, sondern die Spieler behalten ihre Identität im Planspiel.“

Die anschließende Diskussion nach dem Planspiel war sehr lebendig und erkenntnisreich. Uwe Junkes zeigte sich nach dem Seminar überzeugt, dass er zahlreiche gewonnene Erkenntnisse in die Vereinsarbeit der Tischtennisfreunde Homburg-Erbach einbringen kann. Der Besuch eines weiterführenden Lehrgangs beim LSVS im November 2026 ist bereits geplant.