Last Updated on 4. Oktober 2026 by Andreas Andel

HOMBURGER RUNDSCHAU

Zehn Sportarten gab’s zum Ausprobieren

Von Aikido bis Tischtennis: An der Luitpoldschule in Erbach stellten sich am Samstag zahlreiche Vereine vor. Der Stadtverband für Sport Homburg will Kinder so zu mehr Bewegung animieren. Schulleiterin Nicole Trapp hofft auf neue Vereinsmitglieder.

Schulleiterin Nicole Trapp (Dritte von links) freute sich mit dem Sportverbandsteam über einen Vormittag voller Sport an ihrer Schule Foto: Stefan Holzhauser
Schulleiterin Nicole Trapp (Dritte von links) freute sich mit dem Sportverbandsteam über einen Vormittag voller Sport an ihrer Schule
Foto: Stefan Holzhauser
Grundschülerinnen und Grundschüler spielen zusammen Parcours. Foto: Stefan Holzhauser
Grundschülerinnen und Grundschüler spielen zusammen Parcours.
Foto: Stefan Holzhauser

Von Stefan Holzhauser

Erbach Dieses Konzept der Veranstaltungsreihe „Schule und Verein“ hat sich schon bewährt: Einmal im Jahr richtet der Stadtverband für Sport in Homburg die Aktion aus. Dabei kommen die Grundschülerinnen und Grundschüler nicht zu den Sportvereinen, sondern diese zu den Kindern. Am vergangenen Samstag freute man sich an der Luitpoldschule in Erbach über den Besuch von verschiedenen Sportvereinen. An Auswahl mangelte es nicht: Es gab Angebote aus den Bereichen Leichtathletik, Akido, Jugger, Hundesport, Karnevalistischer Tanzsport, Fußball, Schießen mit dem Lichtgewehr und dem Blasrohr, Tanzen sowie Tischtennis.

An jeder Station konnten die Kinder gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern die verschiedenen Sportarten kennenlernen. Ziel der Aktion ist es, die Kinder zu mehr Bewegung in ihrer Freizeit zu animieren. Ein Vater eines Schülers erzählt: „Am frühen Nachmittag werden zunächst die Hausaufgaben gemacht. Anschließend spielt mein Sohn mit seinen Kumpels.“ Danach bewege sich der Grundschüler, in zwei Sportvereinen sei dort „und auch am Wochenende regelmäßig im Einsatz.“ Die Effekte des Sports bemerke der Familienvater unmittelbar: „Abends ist er dann müde und schläft stets gut ein. Mir gefällt dieser Tagesablauf extrem gut – das ist weitaus besser, als wenn er vor lauter Langeweile nur vorm Fernsehen sitzen würde.“

Tischtennis - vier Stationen organisiert durch die Tischtennisfreunde Homburg-Erbach
Tischtennis – vier Stationen organisiert durch die Tischtennisfreunde Homburg-Erbach

Der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport Homburg, Thorsten Schmitt, erklärt: „Für uns ist es Jahr für Jahr extrem wichtig, dass wir bei diesem Projekttag möglichst viele Sportarten anbieten können. Dazu gehört nicht nur Fußball als populärster Sport, sondern viele andere Sportarten auch.“

Die Veranstaltung wechselt jährlich von Grundschule zu Grundschule. Im Vorfeld werden stets die dem Stadtverband für Sport angehörenden Vereine angeschrieben. Dann könne man sich für eine Teilnahme anmelden. „Natürlich besuchen meistens die Vereine Schulen in in der Nähe ihres Standortes.“ Würde zum Beispiel der TTG Homburg-Erbach an einer Veranstaltung in Einöd teilnehmen, wäre das wegen der Entfernung schwer machbar, betont Schmitt.

Thomas Clemenz vom Stadtverband lobt die rege Beteiligung der Vereine am Projekttag: „Es gibt immer genügend Vereine, die sich melden. Das ist ja auch eine Win-win-Situation: Die Vereine und die Schulen profitieren davon.“ Der Stadtverband liefere hierfür die Plattform. „Was dann letztlich dabei herausspringt, hängt von den einzelnen Vereinen ab, wie gut sie die Kinder von einem Hineinschnuppern bei ihnen überzeugen können“, fasst Clemenz zusammen.

Schulleiterin Nicole Trapp erklärt: „Die Kinder können bei vielen Sportvereinen hineinschnuppern. Und ich habe auch gesehen, dass viele Eltern unserer Schülerinnen und Schüler Visitenkarten und Flyer der Sportvereine eingesteckt haben. Wir als Schule würden uns natürlich extrem darüber freuen, wenn noch mehr Kinder den Weg in einen Sportverein hinein finden würden.“ Sie lege auch großen Wert darauf, dass die Kinder über die Schule die Möglichkeit erhalten, Schwimmen zu lernen. Auch ansonsten sei man sportlich breit aufgestellt und lege großen Wert auf diesen „überaus wichtigen Bereich“. (brn/ulb)