Last Updated on 4. Oktober 2026 by Andreas Andel
Rund 800 Aktive aus 35 Nationen, 90 Tischtennistische und etwa 4.000 Spiele: Die 7. PingPongParkinson-Weltmeisterschaft in Hannover sprengte alle bisherigen Dimensionen. Mittendrin auch vier Teilnehmer unseres PingPongParkinson-Stützpunktes der TTF Homburg-Erbach: Dieter Hess, Kurt Pierrot, Peter Lippert und Mario Müller. Insgesamt war das Saarland mit fünf Spielern vertreten – drei davon kamen aus Homburg-Erbach.
Bereits die Eröffnungsfeier in der Swiss Life Hall machte deutlich, dass es bei dieser Weltmeisterschaft um weit mehr als um sportliche Ergebnisse ging. Die internationale PPP-Familie traf sich zum Wiedersehen, Kennenlernen und gemeinsamen Tischtennisspielen.
Am Samstag starteten die Wettbewerbe mit den Vorrunden. Dieter Hess und Kurt Pierrot gingen in der Klasse 1 an den Start und schafften beide den Sprung in die KO-Runde. Dieter konnte dort sein erstes Spiel mit 3:2 gewinnen, musste sich anschließend aber mit 0:3 geschlagen geben. Sein Fazit war typisch Dieter: „Ich habe gut gespielt, aber der Italiener war besser.“
Doch für Dieter war das Turnier damit längst nicht vorbei. Immer wieder wurde er von anderen Teilnehmern gebeten, sie vor ihren eigenen Spielen „warmzuspielen“. So wurde aus dem Wettkampf schnell ein internationales Treffen unter Freunden – mit zahlreichen Trainingsrunden und vielen neuen Kontakten.
Auch Kurt Pierrot konnte auf eine besonders erfolgreiche Turnierwoche zurückblicken. Insgesamt gelangen ihm neun gewonnene Spiele, darunter allein vier Erfolge gemeinsam mit Juliane Brauckmann im Mixed-Doppel. Damit durfte Kurt auf eine beeindruckende sportliche Bilanz zurückblicken.
Unser dritter Teilnehmer, Mario Müller, startete in der Klasse 3. Gemeinsam mit seinem Doppelpartner Richard Masel konnte er gleich zweimal als Sieger vom Tisch gehen. Zusätzlich gelang Mario auch im Einzel ein Spielgewinn – ebenfalls eine schöne Bilanz bei diesem hochkarätig besetzten internationalen Turnier.
Ganz ohne Spielgewinn in seinen sechs Spielen blieb Peter Lippert für den dieses Turnier die zweite Teilnahme an einem Event dieser Art war. Bleibt also der Lernerfolg und die Motivation noch mehr zu trainieren.
Und während in Hannover um Punkte und Platzierungen gekämpft wurde, blieb genügend Zeit für das, was PingPongParkinson so besonders macht: Begegnungen, Gespräche und gemeinsames Erleben. Eva Hess nutzte die Gelegenheit, Hannover zu erkunden, das Oktoberfest zu besuchen und die Abende mit Freunden aus der internationalen PPP-Familie zu verbringen.
Am Ende stand deshalb nicht die Frage nach Medaillen im Vordergrund. Viel wichtiger waren die gemeinsamen Erlebnisse, neue Freundschaften und die Erkenntnis, dass Tischtennis Menschen mit Parkinson weltweit verbindet.
Die nächste Gelegenheit zum Wiedersehen ist bereits fest eingeplant: Die PingPongParkinson-Weltmeisterschaften 2027 finden vom 12. bis 17. Oktober im schweizerischen Magglingen statt.
Für die vier Teilnehmer aus Homburg-Erbach bleibt Hannover damit vor allem eines: eine Woche voller Tischtennis, Begegnungen und schöner Erinnerungen.
